Politik und Literatur bilden die zentralen Aspekte im Leben und Werk des Reporters und Schriftstellers Egon Erwin Kisch. In keinem anderen seiner Werke lassen sich die Verbindung dieser beiden Aspekte, seine Doppelrolle als politischer Aktivist und als Literat sowie die Wechselwirkung von politischen und literarischen Strategien so deutlich nachweisen wie in seinem Reportagebuch Landung in Australien, das 1937 als Ergebnis seiner Australienreise im Exil erschien. Der Fall Kisch wird als medienhistorisches Ereignis rekonstruiert: als ein Stück politischer Historiographie des Fünften Kontinents aus der Sicht des Emissär des Weltkomitees gegen Krieg und Faschismus und als Schreibexperiment des «rasenden Reporters» unter den Bedingungen des Exils und der Fremde in den 1930er Jahren.

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